Kaum noch ICH-AGs 

Im Februar wurden ca. 5.000 Anträge auf Gründung einer Ich-AG bewilligt - ein Fünftel des Januar-Wertes. Der Rückgang ist eine weitere Folge der Arbeitsmarktreform Hartz IV. 
Seit dem 1. Januar haben nur noch Bezieher des regulären Arbeitslosengeldes Zugang zur Ich-AG, Empfängern von Arbeitslosengeld II wird dagegen keine Förderung mehr gewährt. 
"Ich rechne damit, dass die Zahl der Genehmigungen wieder ansteigt", so der arbeitsmarktpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Klaus Brandner. Er bezeichnete es als nicht wünschenswert, dass Arbeitslosengeld-II-Empfänger komplett ausgeschlossen blieben. Ein Zugang könne über die lokalen Arbeitsgemeinschaften geschaffen werden.
Seit September 2004 müssen Arbeitslose, die sich mit finanzieller Hilfe der Arbeitsagentur selbstständig machen wollen, ihre Geschäftsidee auf Plausibilität prüfen lassen.
Klaus-Dieter Gleitze, März 05