Bei Kranken und Schwachen niemals Kasse machen!

Dieser Gedanke von Olof Palme zog sich leitmotivisch durch die beiden Vorträge und die Diskussion beim 15. Wolfgang-Abendroth-Forum am 27. Februar 2004 in der Volkshochschule Hannover. Während Prof. Dr. Joachim Perels (Foto rechts) den hohen verfassungsrechtlichen Rang des Sozialstaats im Grundgesetz herausstellte, wies Horst Schmitthenner (Foto zweiter von rechts) auf die Bedeutung der Begrenzung von ökonomischer Macht im Interesse des Fortbestehen eines auf Interessenausgleich gerichteten sozialen Gemeinwesens hin. Nach Einschätzung der beiden Referenten ist gegen die Versuche der politisch Verantwortlichen, den insbesondere von der Arbeiterbewegung nach dem Faschismus erkämpften Sozialstaat zu verabschieden, deutlich sichtbarer Widerstand zu leisten. 
Die Gewerkschaften sollten mit sozialen Bewegungen ein breites Bündnis schmieden, damit Vorschläge zum Erhalt und Ausbau der sozialen Sicherungssysteme eine höhere öffentliche Aufmerksamkeit erlangten und eine alternative Politik mehrheitsfähig werde. In der anschließenden regen Diskussion sprach sich die Mehrzahl der Redner für eine rege Teilnahme am Europäischen Aktionstag am 3. April 2004 in Berlin aus. 

HALZ
Text: Burkhard Hasse
Foto: Klaus-Dieter Gleitze
    Wolfgang-Abendroth-Forum am 27. Februar in der VHS Hannover
von links: Wilhelm Warner (Arbeit und Leben), Reinhard Schwitzer (1. Bevollmächtigter IG Metall Hannover), Horst Schmitthenner (ehem. IG Metall-Vorstandsmitglied), Prof. Dr. Joachim Perels (UNI Hannover)